Das Problem war einfach, dass es mir die Sprache verschlagen hat. Ich wusste nicht mehr, worüber ich noch schreiben sollte. Wofür es sich überhaupt lohnen würde, Zeit zu investieren, um es aufzuschreiben. Mittlerweile arbeite ich nur noch zu 50 %. Und das bedeutet nicht, dass ich mehr Zeit habe. Sondern ich habe im Gegenteil weniger Zeit, um das zu tun, was ich meine, tun zu müssen. Der andere Teil des Tages gehört meiner Familie. Schreiben wird da schnell zum Luxus, solange es nicht Schreiben im streng beruflichen Sinne ist.
Aber jetzt allmählich beginnt mir das Schreiben schmerzlich zu fehlen. Ich kann nicht nicht schreiben. Daher fange ich wieder an zu bloggen. Und da ich im Moment lernen muss, gewisse Ambitionen abzulegen, zumindest für eine Weile, werde ich wieder mehr rotzen, weniger komponieren. Wozu ist denn schließlich ein Blog da?
Und dann ist da noch Herr Mobs. Das wird allmählich zu einer heiklen Angelegenheit. Noch bevor ich das Israel/Palästina-Thema überhaupt auf die Spitze treiben konnte, kam der Gaza-Krieg. Auch das hat mir die Sprache verschlagen. Und überhaupt - irritierte Reaktionen mehren sich (was hatte ich auch erwartet?), ich pinkle in die Ecken eines Systems, dem ich selber angehöre. Ich ertappe mich dabei, wie ich denke: 'Die nächste Folge bringe ich erst, nachdem ich da und da gepredigt habe ...' Oh Mann, das ist der Anfang vom Ende.
Na klar, es wird weitergehen mit Herrn Mobs. Aber ich brauchte eine Weile Abstand.
So. Assoziativer Schreibstil. Halbfertige Sätze, unklare Aussagen. So was lest ihr hier in Zukunft öfter. Für mehr Qualität fehlt mir die Zeit. Wenn euch das nicht reicht, lest ein Buch.
Tschüß.