
Es sieht aus wie die Revivals in Toronto und Pensecola: Menschen geraten in Ekstase (oder im Bibeldeutsch ‚Verzückung’). Sie hampeln und zappeln, sie torkeln und lachen. Und immer wieder fallen sie um. Und dann kommen viele von ihnen nach vorne auf die Bühne und berichten von Heilungen. Manche tun das ganz abgeklärt. Andere weinen, jubeln, können ihr Glück kaum fassen. Sie erzählen die unglaublichsten Dinge: Athritis verschwindet, taube Ohren können plötzlich hören, steife Gelenke lassen sich bewegen, Tumore sind weg, Blinde können sehen, man berichtet von Totenauferweckungen. Es geht weiter und weiter.
Todd Bentley ist nicht gerade das, was man einen Vorzeige-Evangelisten nennen würde. Er ist über und über tätowiert und sieht so aus, als würde er sich auf einer Harley Davidson wohlfühlen. Seine Performance ist erfrischend, wenn man auf martialische Rauhbeinigkeit steht, und befremdend, wenn man es seelsorgerlich mag. „In the mighty name of Jesus!“ ruft er ins Mikro, und dann: „Bam!“ Er klatscht die flache Hand auf den Kopf einer Person, die sofort konvulsivisch zuckt und zu Boden fällt. Hin und wieder kommt es vor, dass er das Knie in den Magen des anderen rammt („Bam!“) oder seinem gegenüber in die Hüfte tritt („God told me to kick your hip. Is that ok? – BAM!“). Doch wenn alles treten und Bammen nichts hilft, kennt er auch die säuselnde Benny-Hinn-Variante mit anschließendem Puster: „In the name of Jeeesusssssss …“
Ganz in der Tradition John Wimbers sagt Bentley Words of knowledge von der Bühne: „Im linken Bereich des Saales wird gerade ein Auge geheilt. Gott heilt gerade dein linkes Auge. Wer ist das?“ Der Aufschrei einer Frau ist zu hören. „Was ist los?“ fragt Bentley. „Was geht hier ab? Bist du das? Wurdest du gerade geheilt? Komm nach vorne! Lasst sie durch, lasst die Frau auf die Bühne. Erzähl, was gerade passiert.“ Eine fast schon hysterische Frau in den Vierzigern steht vor ihm, atemlos, fassungslos. Seit frühester Kindheit ist ihr linkes Auge fast blind und ließ sich nicht richtig bewegen. In dem Moment, in dem Bentley die Heilung ansagte (in manchen Kreisen sagt man ‚proklamierte’), veränderte sich das Auge, sagt sie, sie sah scharf und konnte den Blick focussieren. Tatsächlich sieht das linke Auge merkwürdig aus, so als gehörte nicht richtig zum Gesicht. Aber noch während des Gesprächs mit Bentley scheint sich das leicht zu ändern, jedenfalls blickt sie den Prediger klar an.
Neu an dieser Art von Revival ist, dass sie per Medien live in die ganze Welt übertragen wird. God.tv überträgt jeden Abend, jetzt bereits seit Anfang April. Außerdem kann man sich allabendlich per livestream im Internet einklinken. Während die Veranstaltung weitergeht, läuft am unteren Bildrand eine Art Newsticker: Zuschauer aus der ganzen Welt berichten via E-Mail von Heilungen, die sie vor ihrem Fernseher oder Computer sitzend erlebt haben. Die Meldungen kommen aus Asien, Europa, Australien, Afrika und der arabischen Welt.
Auch hier in Deutschland ist es mittlerweile leicht, Menschen zu treffen, die von Lakeland gehört haben. Manche sind begeistert. Andere regelrecht angepisst. Die Befürworter wähnen hier eine bzw. DIE endzeitliche Erweckung, die vor allem aus charismatischen Kreisen seit den siebziger Jahren angekündigt wird. Die Kritiker sehen in Lakeland bestenfalls Abzocke und geistlichen Missbrauch, schlimmstenfalls eine dämonische Verschwörung.
Tatsächlich ist das theologische Fundament, das Bentley zieht, dünn. Der Name Jesus verkommt hin und wieder zur Heilungsfloskel. So kommt es schon mal zu aussagekräftigen Versprechern wie „In the mighty name of BAM!“ Bentley lehrt es nicht explizit, aber es drängt sich der Eindruck auf, dass eben doch entweder Dämonen oder eine Sünde an Krankheiten schuld sind. Der Prediger hält sich, was Aussagen in diese Richtung angeht, wohlweislich zurück. Aber doch rutscht ihm im Getümmel die eine oder andere Aussage heraus. („Don’t tell me it’s not a spirit!“) Immer wieder kommt die Sprache auf Engel. Ich sehe einen Engel hier, ich sehe einen da. Herr, schick deine Engel, dass sie die Kranken berühren etc.
Man mag es ihm vielleicht nachsehen, wenn man erstens bedenkt, dass niemand von uns eine lupenreine Theologie vertritt und wir alle eine gewisse Schieflage haben, und wenn man zweitens bedenkt, dass die Heilungen, die in Lakeland passieren, echt sind. Selbst ein Skeptiker wird nicht abstreiten können, dass mindestens die Hälfte aller so bezeichneten Heilungen tatsächlich stattgefunden haben. Ganz offensichtlich lässt Gott sich auch von mangelhafter Theologie nicht davon abhalten, Menschen zu heilen (genauso wenig, wie er sich seit 2000 Jahren trotz unserer stellenweise grottenschlechten Theologie davon abhalten läßt, Menschen zu retten und seine Gemeinde zu bauen).
An dieser Stelle ist wohl der Punkt gekommen, an der ich die Hosen runterlasse und meine persönliche Meinung zu den Geschehnissen in Lakeland sage: Ich bin ehrlich begeistert! Lakeland begeistert mich, trotz meiner Einwände gegen die dort vertretene Lehre oder die Art, wie Todd Bentley sich stellenweise verhält und wie er mit Menschen auf der Bühne umgeht („Wo ist die Niere hin? Sag der Niere, sie soll noch mal herkommen!“) Es geht nicht um Todd Bentley. Es geht auch nicht um ein weltweites Heilungsspektakel. Es geht um die Tatsache, dass Gott einzelne Menschen berührt, die schon alle Hoffnung auf Besserung aufgegeben hatten, und sich ihnen konkret zuwendet. Und es geht um den Glauben an Gottes Möglichkeiten, der nicht als eine Vorleistung verlangt wird, sondern der durch das, was dort (und an vielen anderen Stellen der Welt) passiert, geweckt wird. Und es geht darum, dass Gott immer noch derselbe Gott ist und tun kann, was er tun will, selbst wenn er es innerhalb der westlichen Kultur macht.
Ich zappe seit Wochen immer wieder rein. Und es erfrischt mich. Es stärkt meinen Glauben. Mein Vertrauen in die Möglichkeiten, die Jesus hat, wächst. Und, ja, das hat unmittelbare Auswirkungen auf die Art wie ich predige, bete und mit Leuten rede. Todd Bentley ist einer von uns, nicht mehr und nicht weniger. Aber Jesus ist und bleibt die Nummer eins! Und ich träume davon, dass einiges von dem, was dort in Lakeland passiert, auch bei uns wieder geschieht.
11 Kommentare:
Danke für deine Gedanken, Gofi.
Ich sage meine Meinung auch gerne - ohne dass ich deine nicht sogar teilen wuerde... aber meine Realitaet sieht so aus:
Ich sehe god.tv hier ueber Satellitenfernsehen. Ich sehe was passiert (anscheinend weltweit). Ich mache jedem Heiler Mut hierher zu kommen. In Suedafrika sind viele krank. Heilung ist hier bitter noetig. Ja, manchmal bete ich sogar um Heilung: Manchmal in einer stinkenden Blechhuette, manchmal nur fuer die Mittelohrentzuendung meiner Tochter. Wenn ich kritisch bin (vielleicht auch ehrlich), dann habe ich noch nie ein Heilungserlebnis gehabt. Naja, vielleicht einfach nicht meine Gabe.
Naja - und es macht mich wuetend. Wuetend fuer mich, der ich im Dreck sitze und den ruhmreichen Lobpreis und PRedigten vor Kleinmassen in D abgelegt habe. Wuetend, weil ich hier ein paar Kartoffeln und Karotten zu Fluechtlingen von rassistischen Aufstaenden bringe. Wuetend, weil ich mich in unserer Welt frage, wer wirklich bereit ist zu den kranken und armen herabzusteigen und persoenlich eine waermende Decke zu uebergeben.
Ich wuensche mir Erweckung, aber das Leid dieser Welt ist nicht wegen (individueller) Krankheit - es ist wegen globaler Not, Ausbeutung, Armut, Hunger und Naturkatastrophen. Persoenliche Heilung ist ueberbewertet! Wir duerfen sterben. Der Tod und die Krankheit gehoert zum Leben - AIDS bekaempft man nicht durch Heilung, sondern durch Gerechtigkeit.
So und wie gesagt: Ich sehne mich nach Gottes Eingreifen und ich glaube, dass persoenliche Heilungen wichtig, noetig und dran sind - gleichzeitig kann jeder der Wunder tut, gerne herkommen und hier ein paar vollbringen. Vielleicht fehlt hier ein bisschen Gottes Geist ;-(
Ich schreibe dies verbunden mit der (ehrlich) demuetigen Gewissheit, dass ich momentan gesund bin, dass ausser meinem Vater niemand an einer schlimmen Krankheit gestorben ist. Gott moege mir gnaedig sein und mir meine Gesundheit erhalten. So gesehen habe ich also leicht reden, wenn ich sage, dass persoenliche Haltung ueberbewertet wird...
matze
schöner artikel. vielen dank. ich würde sagen, dass es mir auch so geht. ich bete seit vier jahren in den heilungsbereich hinein und ich bin begeistert, dass jetzt so was passiert. solche zeiten machen vieles einfacher.
mir geht es auch so, dass ich vieles nicht so machen würde wie TB, aber ich kenne auch nicht viele amiprediger (ich weiss, TB ist kanuke) denen ich mich kulturell nahestehend empfinde. so what? es gibt noch viel zu lernen.
gottes segen allen. auch nach südafrika. ist nicht meine baustelle, deshalb komme ich nicht. aber ich finde es auch schrecklich was da geht und ich wünsche den missionaren allen segen!
Dein Posting gefällt mir auch gut.
Es geht nicht um TB, es geht um Gottes Handeln! Amen.
Wir brauchen ein Christsein, das voller Leidenschaft für Jesus ist.
Sich nicht von mehr oder weniger kleinen Hindernissen beschränken lässt, sondern im Namen Jesu und der Kraft Gottes in dieser Welt wirkt.
Und das wäre doch das Beste:
Noch mehr leidenschaftliche Christen, die u.a. auch durch das Geschehen in Lakeland angesteckt in unsere Welt gehen:
nach Südafrika,
nach China,
nach Russland,
nach Berlin,
nach Spandau...,
damit viele Menschen erlöst werden, vielen Menschen geholfen wird, viele Menschen heil werden, viele Menschen frei werden ...
Gby,
Dirk.
Die Wut, von der du schreibst, Matze, kenne ich. Sie begegnet mir hier in D auch. Durchaus auch bei mir nahe stehenden Personen. Mein Eindruck ist, dass es nicht der Wohnort, noch nicht einmal die Lebenssituation ist, die den Ausschlag gibt. fast immer ist es so, dass die wütende Person selbst schon Leid erlebt hat oder deren Augenzeuge gewesen ist, ohne die erfahrung gemacht zu haben, dass Gtt spürbar eingegriffen hätte.
Es ist eigentlich ein Wütendsein auf Gott. Auf wen denn sonst? Auf die Personen, die geheilt werden? Auf den Heiler (wobei ich jeden Christen potentiell als Heiler sehe, nicht nur ausgewählte Leute)? Nein, es ist die wütende Frage an Gott: Warum hast du Dreistigkeit, da und da zu heilen, aber da und da nicht? Wieso heilst du den einen todkranken Patienten und den anderen lässt du sterben?
Ich finde die Wut verständlich. Aber nachdem wir genug wütend waren, sollten wir uns der Frage zuwenden: Wenn es also so ist, dass Gott manchmal heilt und manchmal nicht - wie gehen wir damit um? Was folgt daraus? Wie groß ist unsere Verantwortung, dass er es doch tut? Welche Haltung haben wir gegenüber Leid und Tod?
Ich finde auch, dass Leid und Tod zum Leben dazu gehören. Aber ich finde ebenfalls, dass auch Heilung zum Leben gehört. Ich denke: Beides kann dem Glauben Kraft verleihen. Letztlich kommt es darauf an.
@Gofi: Wie bekommen wir unser Christsein (ich bin eigentlich mehr wuetend auf Christen und andere normale Menschen als auf Ott) weg von einer individuellen Heilsperspektive hin zu einer "globalen". Reich Gottes faengt zwar im persoenlichen an, aber vermissen wir es nicht, konstruktiv auf groessere Missstaende einzuwirken?
Ich werfe das nicht lakewood vor: Sie bewirken etwas, keine Frage! Mir geht es eher um die Tendenz, warum das Aufsehen erregt und so hoch gehaengt wird. Gibt es keine anderen Geschichten? Wo sind die Hausgemeinden in China? Was bewirken Christen in Nordkorea (und Suedkorea) gegen dieses Regime? Wo sind Christen aus Taiwan und China jetzt aktiv aufeinander zuzugehen...
Ich wuerde mir einfach wuenschen, dass wir unseren Fokus auch auf solche Baustellen richten.
By the way: Ich weiss, dass dir diese Baustellen auch sehr wichtig sind.
Gruesse Matze
P.S. Danke fuer allen Segen nach Suedafrika...
@ Matze: Du hast völlig Recht. Aber man muss ja nicht das eine gegen das andere ausspielen. Ich glaube genau wie du, dass oft die individuelle Heilung zu hoch gehängt wird. Das hat auch damit zu tun, dass ich uns von Gott geführt sehe, den Autismus unserer Kinder - so far! - zu akzeptieren, weil Gott uns durch unser Leid schon viel Gutes getan hat. Deshalb habe ich in einem Blogartikel auch mal geschrieben, ich sei dankbar für unser Leid. Das ist absolut so und ich stehe nach wie vor dazu. (Natürlich schließe ich die Möglichkeit nicht aus, dass Gott unsere Kinder heilt. Wenn er will, von einem Moment auf den anderen.)
Aber ich lerne auch zu sehen, dass selbst im stinkreichen Westen viele Menschen auf herzzereißende Weise leiden. Und das oft über viele Jahre. Was sollte daran schlimm sein, wenn sich Gott entschließt, einige von ihnen zu heilen? Wenn dann der Vater einer kleinen Tochter im Sterben liegt, halte ich es einfach für Unsinn zu sagen: Lass uns die Heilung des einzelnen nicht zu hoch hängen, weltweit haben wir größere Probleme. Was interessieren diese Tochter in diesem Augenblick deine Probleme in Südafrika? Und sie hat Recht!
Ich weiß, du siehst das genauso. Und natürlich bist auch du froh über jede Heilung, die ein einzelner Mensch erfährt.
Ich bin nur erstaunt darüber, was mir in Diskussionen mit Freunden über das Thema Heilung regelmäßig begegnet: Ich erkenne keine Freude über Heilungen und über das geminderte Leid einzelner. Stattdessen höre ich theologische Anfragen, Zweifel daran, ob hier wirklich geheilt wurde, viele, viele hässliche Geschichten von Heilungen, die zwar proklamiert wurden, aber nicht stattgefunden haben, kritische Anfragen an den Stil des Predigers etc., bis hin zu dem Missverständnis, die Propheten und Jesus hätten sich zu jeder Zeit an die Grenzen von Sitte, Anstand und Moral gehalten, wenn sie wunderwirkend durch die Gegend zogen (nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt als das). Ich höre Sätze wie: Das ist nicht Gottes Stil, was der da macht. So ist Gott nicht. Und ich frag mich, welche Bibeln diese Menschen lesen. Jedenfalls keine von den 15 Ausgaben, die ich im Regal stehen habe. Denn in meinen Bibeln kommen Geschichten vor (auch von Jesus), die das, was ein gutbürgerlicher, evangelikaler Christ so als gut, wahr und fromm bezeichnet, einfach in Stücke reißt.
Vielleicht sollten wir froh sein, dass wir nicht die Zeitgenossen von Jesus waren. Denn wenn uns schon ein tätowierter und gepiercter Macker so aus der Bahn wirft, nur weil er Bam! schreit und Leute heilt, wie hätten wir dann erst auf den Jesus der Evangelien reagiert? Wahrscheinlich wären wir niemals Christen geworden.
Sorry, dass du das alles gerade abbekommst. Du bist absolut die falsche Adresse. Jetzt ist schon wieder der Gaul mir mir durchgegangen. BAM!
Ich bin mir garnicht sicher, ob ich die falsche Adresse bin, denn:
ich spüre tief in mir drin sehr genau, wie radikal Jesus ist und was alles (durch mich) tun kann- und: Mir fehlt sauoft der Mut es zu tun, ich habe Angst vor Enttäuschung, Kritik oder ich verstecke mich hinter meinen Lebensumständen. Warum lebe ich nicht inmitten der Hütten, warum verbringe ich Zeit im Büro und im Netz? Warum lebe ich nicht schon längst in einer durchgeknallten Kommune? Wegen meiner Familie? Eher wegen meinen SIcherheiten, die ich mir erhalte!
Ergo: Meine Kritik geht nie gegen gepiercte radikale, die ihren Arsch für Jesus riskieren. Wieviele ihrer Heilungen echt sind interessiert mich nicht. Gott handelt - das glaube ich!
Meine Kritik geht vielleicht eher in Richtung Konsument (sorry für das Wort). Bietet uns God.tv (auch mit Benni Hinn, Feierlichkeiten zu 60 Jahre Israel, und einer Menge südafrikanischer Megapreacher) nicht in erster Linie Unterhaltung. Sehen wir, wonach wir uns sehnen, aber haben selbst nie den Mut unsere radikale Schiene zu gehen? Ich denke, wir sind in der Gefahr weniger selbst Nachfolge zu leben, als auf andere zu schauen und das fängt für mich bei manchem Event oder Gottesdienst schon an. Ja, hier bin ich wütend. Aber dagegen hätte ich Bock auf ein geiles Sozialprojekt mit den lakewood Leuten (vielleicht fragt ja jemand an ;-)...
und zuletzt: Meine Argumente im Licht von aktuellem persönlichen Leid, dass uns in Mails erreicht sind beschämend! Ich wollte nie sagen, dass persönliche Heilung (für die Person und das direkte Umfeld) nicht das absolut Wichtigste ist! Darum geht es bei Nachfolge!!!
Aber bitte lass uns das als Gnade verstehen und nicht als einzig erstrebenswerte Erfolgsstory oder gar als Zeichen für Erweckung...
BAM von einem der für Heilung betet 8und viele andere persönlichen Anliegen) und innigst hofft, dass Gott handelt!
Matze
(ich entwickel mich hier noch zu einem Internetpsychopathen ;-) - aber du hast ja kürzlich schon in einer Mail bestätigt, dass du eh die Mehrzahl deiner Freunde für "eigenartig" hälst ;-)
Also, Matze, deine Kritik teile ich fast total. Nur nicht die Kritik an dir selbst. Ja, es stimmt, es gibt immer noch ein MEHR, das man tun könnte. Aber, Alter: Ihr seid aus eurer Heimat weg in ein fremdes Land gezogen. Ohne Not. Und jetzt helft ihr Leuten nachweisbar. Ich hab da so einen großen Respekt davor. Ich bin sogar richtiggehend stolz auf euch! Du bist einfach ein geiler Typ. Und das mein ich ernst.
Ansonsten gebe ich dir vollkommen recht.
@matze: danke für deine kommentare. in dieser ganzen lakelandsache (und ich habe auf meinem blog das auch schon "bearbeitet") mit das beste, was ich gelesen habe. und es hat mich echt bewegt. ich kenne dich nicht, aber es hat mich bewegt. vielleicht, weil ich mir ähnliche gedanken mache.
ich denke, wir lassen lakeland lakeland sein und kümmern uns einfach darum, dass dort, wo wir sind, reich gottes wächst und realität wird. wenn lakeland wirklich eine weltweite erweckung sein soll.....bitteschön, dann können wir es eh nicht aufhalten und gott wirds uns schon rüberschicken.
wenn es aber in den staaten bleiben soll, wäre es fatal, wenn wir vor lauter "gaffen nach lakeland" unsere aufgaben hier in deutschland und wo wir überall hocken, vergessen....wie war das? nicht nur hörer, sondern auch täter des wortes sollen wir sein.
ich sag mir das auch selbst, denn es ist leicht, god tv anzumachen (mache ich auch immer wieder) und zu schauen, was da so geht. in gewisser weise ist es ja auch fromme sensationslust. aber wenn das alles echt dort ist (und ehrlich gesagt sehe ich manches positiver als noch zu beginn meiner auseinandersetzung mit lakeland), dann will ich das auch hier. nur dazu sollten wir unseren blick nicht nach lakeland, sondern auf jesus alleine richten.
aber danke, gofi, dass du einen so ehrlichen bericht geschrieben hast. auch darin habe ich mich gut wiederfinden können.
liebe grüße,
dave
Das stimmt, Dave. Danke für den Kommentar.
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