Ich ertappe mich in letzter Zeit hin und wieder dabei, dass ich Gott dafür aufrichtig dankbar bin, dass es uns nach menschlichem Ermessen nicht gut geht. Das klingt hirnverbrannt. Ich meine das auch weder heroisch noch masochistisch, noch glaube ich, dass ein gläubiger Mensch durch Leid auf eine höhere Stufe gelangt oder so etwas.
Aber Julians (und vielleicht auch Samuels) Behinderung machen uns so verletzlich und so von Gott abhängig. Nichts ist normal. Das Leben ist ein einziger Ausnahmezustand (wenn man jetzt mal Leid als Ausnahmeerfahrung betrachtet, eigentlich ist es für fast alle Menschen der Normalzustand). Und das ist gut. Denn wir sind dicht bei Jesus, können gar nicht anders, und erleben kleine und große Wunder am laufenden Band. Es macht plötzlich Spaß, die Bergpredigt zu lesen, weil sie von uns handelt.
Menschen, denen es schlecht geht, sind wirklich zu beneiden.
Samstag, 8. März 2008
Beneidenswert
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Grübeleien
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4 Kommentare:
und nicht beneidenswert aber schön ist es das Ihr Gott die Treue haltet. Der Beitrag hat mich sehr nachdenklich gemacht. Aber so oder anders kann sich Gott offenbaren:)
Um, öh... Hm. Ich weiss nicht recht, was ich dazu sagen soll, aber da kaue ich seit ein paar Tagen dran rum. Was wohl gut ist, schätze ich mal.
Habe mir eben Dein Hörbuch "Wirres und Wahres" angehört und finds... toll. Danke für's kostenlose MP3.
Tja, also, ich muss selber sagen, dass das fast so eine Art bewusstseinserweiternde Erfahrung ist. Ich fühle mich auch kein Stück heldisch. Und es ist auch kein durchgehender Zustand. Er kehrt einfach in letzter Zeit häufiger wieder.
Cool, dass du dir 'Wirres' angehört hast. Da nicht für.
Lieber Gofi,
ich war schon so lang nicht auf deinen Seiten unterwegs, was nicht heißt, daß ich mich nicht desöfteren an dich und deinen Besuch in Vierraden erinnere, mich frage, wie es dir und deiner Familie wohl so geht. Und nun finde und nutze ich den Moment und du haust mir sofort wieder etwas um die Ohren, was auf direktem Wege in Herz und Hirn durchmarschiert, worin ich mich wiederfinden kann und was mich tröstet. Und alles, was mir grade widerfährt, ist plötzlich ok und was noch kommen wird, jetzt schon gut.
Danke dafür und alles Gute für euch
Kathrin Timm
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