Das Christival hat nach massiven Protesten der Grünen ein Seminar über Homosexualität abgesagt. Volker Beck hatte Ministerin van der Leyen aufgefordert, ihre Schirmherrschaft für das Christival abzugeben, weil dort 'gefährliche Psychokurse' angeboten würden.
Das Christival hat darauf mit einer Absage des Seminars reagiert, weil man nicht wolle, dass ein Seminar unter 225 anderen die gesamte Veranstaltung in ein schlechtes Licht rücke.
Die Reaktionen vieler Evangelikaler auf die Absage ist erwartungsgemäß ähnlich heftig, wie vorher die Angriffe der Grünen. Der Christival-Leitung wird vorgeworfen, eingeknickt zu sein und keinen Mut zum Bekenntnis bewiesen zu haben.
Ich persönlich halte die Entscheidung, das Seminar abzusagen, dagegen für die einzig mögliche und richtige. Die Botschaft, die Christen an Noch-Nicht-Christen weiterzugeben haben, ist nicht vor allem die, dass Homosexualität Sünde ist. Wenn Menschen um uns herum Christen allein mit dieser Aussage in Verbindung bringen, dann haben wir einfach alles falsch gemacht.
Ethische Fragen haben im innergemeindlichen Dialog eine sehr hohe Priorität. Im Dialog mit Menschen, die keine Christen sind, spielen sie eine untergeordnete Rolle. Das sollten alle jene Evangelikalen verstehen, die in diesen Stunden und Tagen Angriffe gegen das Christival reiten.